Erasmus-Jobshadowing in Istanbul
Im Rahmen einer Erasmus-Mobilität hatten wir die Möglichkeit, an einer Schule in Istanbul ein Jobshadowing durchzuführen. Dabei gewannen wir interessante Einblicke in den Schulalltag sowie in das türkische Bildungssystem.
Eine Besonderheit war die digitale Ausstattung der Schule. Die Lehrkräfte nutzten digitale Tafeln, Lern-Apps und Smartphones für organisatorische Zwecke. Auch öffentliche Bereiche wie Flure und Pausenhöfe waren videoüberwacht. Gleichzeitig arbeiteten die Schülerinnen und Schüler weitgehend ohne digitale Endgeräte. Selbst im Mathematikunterricht kamen weder Tablets noch Taschenrechner zum Einsatz.
Beeindruckt hat uns außerdem die respektvolle Beziehung zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Trotz großer Klassen mit bis zu 35 Lernenden herrschte eine angenehme und wertschätzende Atmosphäre, die konzentriertes Lernen ermöglichte – selbst bei einer stetigen Grundlautstärke.
Positiv aufgefallen ist uns ebenfalls die Gestaltung des Schulgebäudes. Zahlreiche Wandgemälde mit Bezügen zu verschiedenen Unterrichtsfächern schufen eine ansprechende Lernumgebung und machten Bildung im gesamten Schulhaus sichtbar.
Besonders in Erinnerung werden uns die offene und herzliche Art der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler bleiben. Dank ihrer Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft fühlten wir uns jederzeit willkommen und konnten wertvolle Erfahrungen für unsere eigene schulische Praxis sammeln.
„Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.“
Tamara Graschi